1. Kontakt Stadt Freyburg (Unstrut)

    Bürgermeister: Udo Mänicke
    Sprechzeiten: nach vorheriger Vereinbarung
    Telefon: 03 44 64 / 3 00 - 11
    Internet: http://www.freyburg-info.de

  2. Aktuelles Freyburg

    Eingemeindungen ab 01.07.2009

    Stadt Freyburg (Unstrut) vergrößert sich

    Im Rahmen der Gemeindegebietsreform gehören ab dem 01.07.2009 folgende Ortsteile zur Stadt Freyburg (Unstrut):

    • Dobichau
    • Nißmitz
    • Pödelist
    • Schleberoda
    • Weischütz
    • Zeuchfeld
    • Zscheiplitz
  3. Willkommen in Freyburg


    Wappen der Stadt Freyburg Unstrut

    Freyburg in Zahlen:               

    Höhe:
    99 m ü. NN

    Fläche:
    46,54

    Einwohner:
    5.127 (Stand: 30.06.2009)

    Bev.-Dichte:
    110 EW/km2

    Postleitzahl:                                                                  ab 01.10.2010
    06632   Freyburg, Schleberoda und Zeuchfeld     Für die Stadt Freyburg (Unstrut) und der Ortsteile gilt
    06618   Pödelist                                                          dann folgende PLZ bzw. Postanschrift:
    06636   Weischütz                                                              Max Mustermann
                                                                                                   Musterstraße 1
                                                                                                   06632 Freyburg (Unstrut)

    Vorwahl:
    034464   Freyburg, Pödelist, Schleberoda und Zeuchfeld
    034462   Weischütz

                                         

    Geschichte:

    In der heutigen Freyburger Region wurde schon seit 998 Wein angebaut. Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Neuenburg als östliche Grenzbefestigung der Thüringer Landgrafen erbaut. Sie sicherte die Grenze zwischen der Landgrafschaft Thüringen und dem Bistum Naumburg. Zudem sollte man auf ihr den Unstrutübergang der von Nürnberg kommenden Frankenstraße überwachen. Die Stadt Freyburg, an der Straße Erfurt - Merseburg - Halle gelegen, wurde Ende des 12. Jahrhunderts planmäßig gegründet. Ihre Geschichte ist eng mit der Neuenburg verbunden. 1203 erstmals urkundlich als "vriburc", 1261 als "vriburg" und 1292 als "civitas Friburg" erwähnt, war sie der nordöstliche Eckpfeiler der Landgrafschaft Thüringen und gilt gleichzeitig als eine landgräfliche Gegengründung zu Naumburg. Der Name entstand aus Freiheit und Geborgenheit. Als der Landgraf die Stadt anlegte, brauchte er Siedler, die das Land bewirtschafteten. Um sie anzulocken, setzte er Vergünstigungen an: Freiheit von Abgaben (ohne Zoll aber mit städtischen Rechten) und die Burg als Schutzstätte bei feindlichen Angriffen. Ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ließen die Burggrafen von Neuenburg Münzen prägen.

    Markt von FreiburgDie Stadt war von einer Stadtmauer umgeben, vor deren drei Toren die einstigen Vororte: Kirchenvorstadt, Eckstädter Vorstadt und Neustadt vor dem Obertor entstanden. 1410 wird ein Rat ernannt und 1446 entstand die erste städtische Verfassung. Im 30-jährigen Krieg litt Freyburg unter den Kaiserlichen Truppen und unter den Schweden, es wurde fast völlig zerstört. Im Siebenjährigen Krieg hinterließen die Franzosen ihre Spuren. 1806 standen hier die Preußen der an der Saale stehenden Armee Napoleons gegenüber. Auf der Flucht von Leipzig setzte Napoleon am 1813 sein in der Völkerschlacht geschlagenes Heer auf zwei Notbrücken bei Freyburg über die Unstrut.

     

    Seit 1856 wird in Freyburg Sekt hergestellt. Zuerst wurde die Freyburger Champagner-Fabrik Gesellschaft gegründet, die bereits zehn Jahre später Konkurs anmeldete und von der Sektkellerei Kloß & Foerster aufgekauft wird. 1890 machte die Reblaus die gesamte Unstrut-Weinernte zunichte. Man holte Wein aus der Champagne und der Sekt namens "Monopol" entstand. Vier Jahre später musste der Sektname jedoch wieder abgegeben werden. Das was blieb, war das rote Käppchen, wodurch der heute bekannte Sekt seinen Namen erhielt. Kaiser Wilhelm II. (1888 - 1918) war von der Qualität und Bekömmlichkeit des Freyburger Sektes überzeugt und führte ihn persönlich in seinen Offizierscasinos ein. 1934 gründeten 27 Winzer der Region die Winzervereinigung Freyburg / Unstrut e.G. und übernahmen Keller und Gebäudeteile der Weinbaulehr- und Versuchsanstalt Naumburg / Freyburg. Die inzwischen zahlreicher gewordene Mitgliederschaft bewirtschaftet heute circa 270 Hektar Rebfläche und produziert im Holzfass gelagerte Qualitätsweine.

     

    Freyburgs wirtschaftliche Entwicklung war hauptsächlich durch den Weinanbau bestimmt. Weitere Erwerbszweige waren Ackerbau und Handwerk (um 1823 gab es beispielsweise 80 Tuchmacher und 46 Leineweber) sowie die Kalkbrecherei und -brennerei. Zu DDR-Zeiten war das für die Gießereiindustrie arbeitende Formkastenwerk, Baumaterialindustrie, Holzverarbeitung und Kartonageherstellung ansässig. Zunehmend spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. 1978 wurde das mit Solarenergie beheizte Freibad eröffnet. Die Intensität der Sonneneinstrahlung, die schon für den Weinbau nötig ist, wird über 240 Kollektoren in Wärmeenergie umgewandelt und erhöht die Wassertemperatur während der Saison um durchschnittlich 4° C. Seit 1994 besteht wieder die Möglichkeit durch die 1970 zugeschüttete und ab 1993 ausgegrabene und restaurierte Schleuse zu fahren. Freyburg ist das Zentrum der Burgenregion Mitteldeutschlands mit einer über 1000jährigen Geschichte des Weinbaus. 

    Jahn Tor Neuenburg Weinhaus Burgtor

    Sehenswürdigkeiten:

    • Neuenburg und dazugehöriges Museum
    • Stadtkirche St. Marien
    • Eckstädter Turm
    • Stadtmauer und Stadttore
    • Schloss Neuenburg
    • Jahnmuseum
    • Rotkäppchen Sektkellerei Freyburg

     

    Geographische Lage: Freyburg liegt an einer Biegung der Unstrut, die an dieser Stelle ein tief eingeschnittenes Tal bildet. An den geschützten Südhängen herrschen in Verbindung mit dem kalkhaltigen Boden ideale Weinbaubedingungen.

    Zu der Stadt Freyburg gehören die Ortteile Nißmitz und Zscheiplitz.

    Durch die Stadt führt die Straße der Romanik und der Unstrutradweg.

     

    Verkehrsanbindung:

    Autobahn: A 9 Berlin - Nürnberg (ca. 22 km entfernt)

    Bundesstraßen: B 176 Sömmerda - Bad Bibra - Freyburg - Weißenfels / B 180 Zeitz - Naumburg - Freyburg - Eisleben - Aschersleben

    Bahnverbindungen: Strecke 585: Unstrutbahn - Verbindungen nach Laucha, Karsdorf, Vitzenburg, Nebra, Naumburg

    Busverbindungen:PVG Burgenlandkreis-Linie 609: nach Großwillsdorf, Naumburg / PVG Burgenlandkreis-Linie 610: nach Laucha, Nebra, Roßleben, Naumburg / PVG Burgenlandkreis-Linie 611: nach Laucha, Bad Bibra, Lossa, Naumburg / PVG Burgenlandkreis-Linie 634: nach Gleina, Baumersroda / PVG Burgenlandkreis-Linie 636: nach Querfurt, Bad Kösen, Naumburg / Verkehrsverbund-Linie 700: nach Querfurt, Eisleben